JEKI - Jedem Kind ein Instrument
Kooperation Musikschule Piccolo - Taubenbergschule
Musizieren fördert auch das Lernen
Taubenbergschule erhält von Stadt und Land Gelder für Projekt „Jedem Kind ein Instrument“
IDSTEIN Über den Ausbau ihres Kooperationsvertrages freuen sich der Schulleiter der Taubenbergschule, Dr. Henning Unglaube, und die Leiterin der Piccolo-Musikschule, Heike Kania. Da die Grundvoraussetzungen gegeben waren, hatten sie sich gemeinsam bei der Ausschreibung für das Projekt "Jedem Kind ein Instrument" (Jeki) beim Land Hessen beworben und erhielten nun die Zusage über eine zweijährige Förderung. Dieses Projekt orientiert sich am gleichnamigen Programm der Kulturstiftung des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen, wo es seit 2005 an 70 Grundschulen praktiziert und wissenschaftlich begleitet wird. Dieses musikpädagogische Angebot, durch das die Grundschüler die Möglichkeit erhalten, ein Musikinstrument zu erlernen, findet parallel zur zweiten Musikstunde statt und ersetzt nicht den Musikunterricht, sondern ergänzt diesen. Das Jeki-Projekt ist für die Kinder der ersten Klasse und in der Taubenbergschule meldeten sich 44 von 63 Kindern an. Über dieses große Interesse zeigten sich die Schulleiter beeindruckt und sind auch heute sehr froh darüber, dass die Musikschule das Grundstück neben der Schule vom Rheingau-Taunus-Kreis kaufen konnte. Heike Kania und ihr Ehemann ließen die große, aus 11 Unterrichtsräumen bestehende Musikschule bauen und so gelangen die Schüler direkt über den Schulhof zur Musikschule. Seit 2005 besteht ein Kooperationsvertrag zwischen den beiden Schulen, der den Schwerpunkt der Taubenbergschule, nämlich "Lesen und Musizieren" unterstreicht. Bis zu den Osterferien werden die Schüler ein Instrumentenkarussell durchlaufen. Sechs Lehrer unterrichten in der Musikschule mit Holz-, Blech-, Zupf-, Tasten-, Schlag- und Streichinstrumenten. Alle Schüler lernen in kleinen Gruppen alle Instrumente kennen und sollten sich bis nach den Osterferien entscheiden, welches Instrument sie spielen möchten. "Musizieren ist förderlich für Lernprozesse aller Art und besonders für das soziale Lernen. Durch das Musizieren und die Auftritte wie unser Weihnachtskonzert am 15. Dezember erfahren die Schüler eine besondere Wertschätzung und dies stärkt auch ihre Persönlichkeit", unterstreicht Unglaube. Beim Geigenunterricht erklärte Uschi Göpfert den Kindern den Aufbau einer Geige anhand einfacher Beispielen und ebenso kindgerecht wiesen die übrigen Lehrer ihre Musikschüler in die Geheimnisse der verschiedenen Instrumente ein. Woraus besteht ein Klavier? Wie viele Arten von Saxophonen gibt es und wie kommt überhaupt ein Ton raus? Wie steht´s mit dem Taktgefühl? Im Rahmen des Projektes dürfen die Schüler auch Instrumente für Zuhause ausleihen und sich dem gewählten Instrument noch weiter nähern und durch besondere Stipendienfonds ist es jedem Kind, egal welchen sozialen Hintergrundes möglich, zu musizieren. |
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Kooperation
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